AKTUELLES

Blauzungenkrankheit

 
Die Blauzungen-Erkrankung schreitet mit flottem Verlauf in Richtung Österreich fort. Die ersten Fälle der kursierenden Variante 3 wurden bereits in Vorarlberg bestätigt. Es ist stark anzunehmen, dass bis zum nächsten Sommer auch diese Variante im Bezirk Leoben ankommt. 

 

Der derzeit in Mitteleuropa kursierende Serotyp 3 führt vor allem bei Schafen zu schweren Krankheitserscheinungen und einer hohen Mortalität (Todesfälle). Auch Rinder zeigen bei dieser Virusvariante häufig deutliche Symptome und starken Leistungsrückgang. 

 

Schafe: 

sieben bis acht Tage nach der Infektion: 

-          erhöhte Körpertemperatur, 

-          Apathie und Absonderung von der Herde 

-          Geschwollene & gerötete Maulschleimhäute 

-          Lahmheit (geröteter Kronsaum) 

-          Abort 

-          Tiere können versterben 

 

Rind: 

-          Entzündungen der Zitzen und Schleimhäute 

-          Blasen am Kronsaum mit einhergehender Lahmheit 

-          Milchverlust! 

-          Einzelne Tiere verenden 

 

Was können wir dagegen tun? 

 

Die Übertragung erfolgt durch Gnitzen (Fluginsekten) die vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv sind. Die Tiere sollten deshalb in diesen Zeiträumen nicht auf den Weiden stehen. Auch können Tiere mittels insektenabwehrenden Mittels teilweise geschützt werden. 

 

Für einen innergemeinschaftlichen Handel mit einigen EU-Mitgliedsländern MÜSSEN die Tiere 14 Tage vor Verbringung mit Repellentien (insektenabwehrende Mittel) behandelt werden. Spotinor oder Deltanil sind für diesen Zweck zugelassen. Am Viehverkehrsschein ist eine Dokumentation der Behandlung zu vermerken! 

 

Um einen möglichst guten Schutz der Tiere zu erwirken, empfehlen wir die Impfung, welche bereits verfügbar ist. Die Impfung ist bei Rindern 2x im Abstand von 3 Wochen zu verabreichen. Wir empfehlen alle Tiere, welche im nächsten Jahr trächtig werden sollen, zu impfen. Bei Schafen genügt eine einmalige Impfung, welche einen einjährigen Schutz gewährleisten soll. 

 

Der Impftarif wurde zwischen Landwirtschaftskammer und Tierärztekammer verhandelt und setzt sich wie folgt zusammen (alle Preise verstehen sich Brutto): 

-          Hofgebühr (An- & Abfahrt) € 56,-- 

-          Impfstoffkosten pro Tier € 4,-- 

-          Zeitaufwand des ÖTK-Stundensatzes minus 15% (10 min € 27,60) 

 

Weitere vertrauenswürdige Informationen sind auf folgenden Websites zu finden: 

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00060648/FLI-Information-FAQ-BTV-2024-07-30_bf.pdf 

https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/bt.html 

https://www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/blauzungenkrankheit#c6814 

TGÖ-Webinar am 19. September (Donnerstag) um 19.30 Uhr, 
 BTV-3 Erfahrungsberichte aus der Rinder- und Schafpraxis. Das Webinar wurde aufgezeichnet und steht seit  23. September auf den Webseiten der Länder-TGDs, der Rinderzucht Austria und des Österreichischen Bundesverbandes für Schafe und Ziegen zur Verfügung. Zugangslink: us06web.zoom.us/​j/​82662418638. 




Honorarverordnung

Unsere Honorare lehnen sich an die Honorarverordnung der Tierärztekammer an.
Details entnehmen sie dem Link:
 Honorare (tieraerztekammer.at) 

Grippeimpfung

Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Rindergrippe entsteht durch viele Faktoren.
Neben Umweltrisiken wie Stallluft, Wärme – Kälte, Zugluft, Umgruppierungen und Stress braucht es Viren und Bakterien um die Lunge zu schädigen.

Auch wenn kein 100%-iger Schutz durch die Grippeimpfung gewährleistet werden kann, erkranken geimpfte Tiere milder und wesentlich seltener.

Meldet euch gleich bei uns, damit wir einen Termin vereinbaren können.